Kies ist der Verwitterungsschutt der Alpen. Dieser wurde während den Eiszeiten grossräumig in unsere Region transportiert und abgelagert. Diesem Umstand verdanken wir den für unsere Zivilisation wichtigen Rohstoff. Unser Kies wird in nächster Umgebung mittels Raupen- und Pneulader abgebaut. Das Rohmaterial, ein Korngrössengemisch aus Kies, Sand und Feinanteilen, wird auf die genormten Kiesgrössen ausgesiebt und wenn nötig gebrochen. Die sich daraus ergebenden Komponenten finden dann im regionalen Hoch- und Tiefbau wieder ihre Verwendung. Wenn immer möglich versuchen wir, die natürlichen Kiesprodukte nur dort

einzusetzen, wo keine Sekundärkiesmaterialien verwendet werden können. Denn die Schonung natürlicher Ressourcen ist uns ein Anliegen. Kiesgruben werden oft als unschöne Wunden in der Landschaft wahrgenommen, weil sie geordnete Landschaften unterbrechen, staubig sind und die Maschinen Lärm verursachen. Doch Kiesgruben sind nicht lebensfeindlich, sondern haben auch eine andere Seite. Diese zeigt sich schon während des Abbauvorgangs, wenn sich eine grosse Artenvielfalt an selten gewordenen Tieren und Pflanzen ansiedelt. So sind heute Kiesgruben zu wichtigen Lebensräume für die Arten geworden, welche früher unverbaute Flusslandschaften besiedeln konnten.